Ihre Ausgangslage
Mandantinnen und Mandanten wählen ihre Beratung nach Kompetenz und Vertrauen. Sichtbarkeit ist wichtig, aber sie muss zum Berufsbild passen und die standesrechtlichen Regeln für Werbung respektieren, die von Land zu Land unterschiedlich ausgestaltet sind. Wir entwickeln Auftritte, die Expertise zeigen, ohne laut zu werden.
Der Markt für Rechts- und Steuerberatung verändert sich: Mandatsbeziehungen werden weniger selbstverständlich, Unternehmen vergleichen Angebote, Legal-Tech und KI verändern Abläufe und Erwartungen. Viele Kanzleien stehen zudem vor einer Nachfolge oder einem Zusammenschluss. Partnerinnen und Partner fragen sich, wie sie ihre Spezialisierung erkennbar machen, wie sie Nachwuchs für sich gewinnen und wie viel persönliche Sichtbarkeit zu ihrem Selbstverständnis passt. Dabei gilt: Der Auftritt muss die Persönlichkeit der Kanzlei zeigen und zugleich mit dem jeweiligen Berufsrecht vereinbar bleiben.
Was wir für Sie tun
Die Branche in Zahlen
7.265
Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in Österreich, dazu 2.370 Rechtsanwaltsanwärterinnen und -anwärter (31.12.2025)
167.547
Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in Deutschland (1.1.2026)
6.205
Notarinnen und Notare in Deutschland (1.1.2026)
89.549
Steuerberaterinnen und Steuerberater in Deutschland (1.1.2026)
Quellen: ÖRAK; BRAK; Bundesnotarkammer; Bundessteuerberaterkammer.
Viele Kanzleien listen zahlreiche Rechtsgebiete auf und wirken dadurch beliebig. Wer gezielt angefragt werden will, muss Schwerpunkte setzen und zeigen, für welche Situationen und Mandate die Kanzlei besonders gut aufgestellt ist.
Erfolge lassen sich wegen Verschwiegenheit und Berufsrecht oft nicht konkret darstellen. Ohne Referenzen muss Kompetenz auf anderem Weg sichtbar werden, etwa durch Fachbeiträge, Vorträge, klare Darstellung der Arbeitsweise und Persönlichkeit.
Viele Kanzleiwebsites ähneln sich in Bildsprache und Formulierungen. Mandatsentscheidungen sind jedoch persönlich: Interessierte wollen spüren, mit wem sie arbeiten werden, bevor sie sich mit einem oft vertraulichen Anliegen melden.
Konzipientinnen und Konzipienten, Berufsanwärterinnen und Berufsanwärter sowie Kanzleimitarbeitende haben die Wahl. Kanzleien, die Ausbildung, Arbeitskultur und Perspektiven nicht glaubwürdig zeigen, verlieren gute Leute an größere oder bekanntere Häuser.
Der psychologische Blick
Mandantinnen und Mandanten wenden sich oft in belastenden Situationen an ihre Kanzlei. Kommunikation, die das versteht, wirkt souverän und bleibt dennoch zugänglich. Wir verbinden kommunikationswissenschaftliche Präzision mit dem Wissen darüber, wie Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit tatsächlich wahrgenommen werden.
Wir berücksichtigen die berufsrechtlichen Rahmenbedingungen für Kanzleiwerbung im jeweiligen Land.
Fachinhalte und Publikationen überzeugen nachhaltiger als jede Werbeaussage.
Mandatsbeziehungen bleiben vertraulich. Darauf ist unsere gesamte Arbeitsweise ausgerichtet.
Für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte regeln §§ 47 bis 49 RL-BA 2015 die Werbung: zulässig, wenn sie wahr, sachlich und mit Ehre und Ansehen des Standes vereinbar ist. Unter anderem sind reißerische Werbung und vergleichende Werbung unter Nennung anderer Kanzleien verboten.
Nach § 43b BRAO und § 6 BORA ist Werbung erlaubt, soweit sie sachlich über die berufliche Tätigkeit unterrichtet. Mandantinnen und Mandanten dürfen nur mit ihrer ausdrücklichen Einwilligung genannt werden. Für Notariate und Steuerberatung gelten eigene Regeln.
Das Anwaltsgesetz (BGFA) enthält Berufsregeln, die auch für die Werbung gelten. Die einschlägigen Bestimmungen prüfen wir vor dem ersten Auftrag vollständig und stimmen die Umsetzung mit Ihnen ab.
In Südtirol gelten die Berufsregeln der italienischen Kammern. Diese prüfen wir vor dem ersten Auftrag gemeinsam mit unseren Partnern und Ihnen, bevor Inhalte oder Werbemittel veröffentlicht werden.
Die Hinweise zum Berufsrecht dienen der Orientierung für die Kommunikationsarbeit und ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall. Stand: Oktober 2026.
In Gesprächen mit Partnerinnen und Partnern klären wir Schwerpunkte, Zielmandate und das Selbstverständnis der Kanzlei, bevor gestaltet wird.
Wir halten fest, welche Werberegeln für Ihren Berufsstand und Ihr Land gelten, und legen Aussagen mit Prüfungsbedarf Ihnen zur Freigabe vor.
Gemeinsam planen wir Fachbeiträge, Newsletter und Veranstaltungen. Wir redigieren Ihre Texte so, dass sie für Ihre Zielgruppen verständlich und lesenswert werden.
Wir arbeiten mit klaren Vertraulichkeitsregeln, sparsamen Zugriffsrechten und abgestimmten Freigabewegen, damit Mandatsinformationen in jeder Projektphase zuverlässig geschützt bleiben.
Name, Corporate Design, Website und Kanzleiunterlagen für eine neu gegründete oder fusionierte Kanzlei, die unterschiedliche Kulturen zusammenführen und gemeinsam auftreten will.
Konzept, Redaktion und Gestaltung von Fachbeiträgen, Mandanteninformationen und Newslettern, die Ihre Expertise regelmäßig zeigen, bis hin zu Büchern oder E-Books im hauseigenen v+m Verlag.
Eine klar gegliederte Website, die Rechtsgebiete verständlich erklärt, das Team persönlich vorstellt und Interessierten zeigt, wie eine Zusammenarbeit konkret abläuft.
Planung und Kommunikation von Mandantenveranstaltungen, Seminaren und Vorträgen, von der Einladung über Unterlagen bis zur Nachbereitung, sachlich und im Ton der Kanzlei.
Ja, in Grenzen. Sachliche Information über die berufliche Tätigkeit ist in Österreich und Deutschland grundsätzlich zulässig, reißerische oder irreführende Werbung dagegen nicht. Für Notariate, Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung gelten eigene Berufsregeln. Wir orientieren uns an diesen Vorgaben. Einzelne Rechtsfragen klären Sie bitte mit Ihrer Kammer oder Ihrer eigenen rechtlichen Beratung.
Nur mit deren ausdrücklicher Zustimmung, und selbst dann ist Zurückhaltung ratsam. In Deutschland verlangt § 6 BORA diese Einwilligung ausdrücklich. Wir empfehlen, Kompetenz eher über Fachinhalte, Tätigkeitsschwerpunkte und anonymisierte Beschreibungen typischer Fragestellungen zu zeigen. Ob eine konkrete Nennung zulässig ist, klären Sie mit Ihrer Kammer oder rechtlichen Beratung.
Mandate werden Menschen anvertraut, nicht Logos. Persönliche Profile, Vorträge und Fachbeiträge stärken daher meist das Vertrauen. Wie viel persönliche Präsenz passt, hängt von Kultur und Strategie der Kanzlei ab. Wir klären vorab, wer sichtbar sein möchte, und achten darauf, dass der gemeinsame Auftritt erkennbar bleibt.
Wir arbeiten auf Wunsch mit Vertraulichkeitsvereinbarungen, beschränken den Zugang zu Unterlagen auf das Projektteam und brauchen keine Mandatsdetails, um gute Inhalte zu erstellen. Beispiele formulieren wir so, dass keine Rückschlüsse auf Personen möglich sind. Die Verantwortung für die Einhaltung der Verschwiegenheit bleibt bei Ihnen, wir unterstützen sie konsequent.
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